Skip to main content

Vom Spuren Suchen und Geschichten Finden

Skulpturen von Barbara Guthy und Malerei von Stefanie Anrig 20.1.-2.3.2024 in der GEDOK-Galerie Heidelberg

Skulpturen von Barbara Guthy in der GEDOK Galerie 2024 2

 

Als Barbara Guthy und Stefanie Anrig ihre gemeinsame Ausstellung konzipierten, waren die beiden Künstlerinnen artists in residence an unterschiedlichen Orten im Ausland: über Ländergrenzen hinweg haben sich Gemeinsamkeiten ihrer Werke herauskristallisiert – obwohl sie doch mit ganz unterschiedlichen Materialien arbeiten.

„Meine Skulpturen entstehen in einem dialogischen Prozess als Auseinandersetzung mit den Besonderheiten des Ausgangsmaterials: Astansätze, die Maserung der Jahresringe, Verzweigungen oder Risse erzählen von der Entstehungsgeschichte des Holzes“ erläutert die in Heidelberg und Frankreich arbeitende Bildhauerin Barbara Guthy. Der Bearbeitungsprozess setzt die Geschichtenschreibung fort – doch nicht durch eine Überschreibung der Spuren, eher durch achtsame Einflussnahme.

Einklang zwischen „menschgemachten“ Spuren und denen der Natur findet sich auch in den Bildern von Stefanie Anrigs. „Ich glaube, mit dem Wort "Spuren" treffe ich wohl am Genausten, was meine Bilder beinhalten. Spuren von Erlebtem, Erfahrenem, Gesehenem. Ich setze das Erlebte dann in meine Bildsprache um und lasse kleine Geschichten über die Geheimnisse der Natur entstehen“, veranschaulicht die in Heidelberg und in der Schweiz arbeitende Malerin Stefanie Anrig ihren Arbeitsprozess.

„Was mich mit Barbara verbindet, ist die Liebe zur Natur und die Sorgfalt, mit der sie ihre zarten, berührenden Skulpturen aus Hölzern bearbeitet. Ihre Bearbeitungsweise zeigt die vielen Schichten des Holzes, das Innenleben. Ich male meine Bilder in vielen Schichten. Um Tiefe und Transparenz zu erreichen, übermale und lasiere ich sie immer wieder.“